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Wasser 
ermöglicht die Formenvielfalt des Seins auf unserer Mutter Erde und daher ist das Leben mit und durch Wasser eine ständige Herausforderung an alle Lebewesen des Blauen Planeten. Im Besonderen kann der moderne Mensch in unserer Zivilisation dieser Herausforderung durch eine wiedererlangte Wasserbeachtung und Besinnung im täglichen Leben ständig begegnen.
Das Hochschwabmuseum beim Bodenbauer in St.Ilgen widmet die gesamte
Ausstellung 2012 dem Element „Wasser“ mit seinen vielfältigen Erscheinungsformen, den unterschiedlichsten menschlichen Nutzungen, den Globus umspannenden mythologischen, kulturellen, religiösen und philosophischen Wassergedanken, Wasserschriften und Symbolen unterschiedlichster Völker.
Der besondere Standort des Hochschwabmuseums, der ehemaligen Bodenbauerkeusche am Fuße des Hochschwabzinken inmitten des Trinkwasserschutzgebietes der Brunnenanlage der Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd GmbH, ermöglicht den Besuchern sich mit den vielfältigen Inhalten der Ausstellung in einer wunderschönen Gebirgslandschaft auseinanderzusetzen.

Wasser, Quell des Lebens
In Graz besteht die öffentliche Trinkwasserversorgung seit über 100 Jahren, seit 1971 besteht der Wasserverband Hochschwab-Süd und seit 1981 wurde die Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd (ZWHS) als Bau- und Betriebs- Ges.m.b.H. gegründet. Im Februar 1993 erfolgte die Inbetriebnahme der gesamten Trinkwasserversorgungsanlage ausgehend von der Gemeinde St. Ilgen nach Bruck/Mur, Pernegg, bis in die Landeshauptstadt Graz. Das Hochschwabwasser wird in die bestehende Trinkwasserversorgungsanlage der Holding-Graz G.m.b.H. eingeleitet, womit ein Drittel des Wasserbedarfes der Grazer Bevölkerung abgedeckt wird.

Wasser als Energieträger, vom Wasserrad bis zum Trinkwasserkraftwerk
In der heurigen Ausstellung sieht man auch mit Wasser betriebene Modelle, (Sägewerk, Grassstampfe, Mühle) die einen Einblick in die historische Nutzung der Wasserkraft ermöglichen. Weiters gibt es Informationen über die aktuelle Nutzung von Wasserkraft in Trinkwassersystemen zur Erzeugung von elektrischer Energie.

Der Hochschwab
Ein Teil der Ausstellung ist dem Hochschwabmaler Prof. Paul Kassecker, geb. 1903, gewidmet. Er war auch leidenschaftlicher Bergsteiger und Schilehrer und so beschäftigte er sich in den 40er-Jahren mit der Entwicklung von Schiausrüstungen, wie Anoraks und Schischlitten zum Transport Verletzter. In den 50er-Jahren entstanden zahlreiche Entwürfe für Prospekte und Werbeplakate, welche auch in der Ausstellung zu sehen sind.

Vor über 100 Jahren begann die alpine Erschließung des Hochschwab. Im Jahr 1893 durchkletterte der Bergsteiger Karl Domenigg mit dem Bergführer Markus Pierer aus St.Ilgen als erster die Hochschwab-Südwand. Ein Pickel, gewidmet von Domenigg an Markus Pierer, wird unter anderem im Museum ausgestellt.

Damals gab es noch keine Traktoren, Mähmaschinen .... Ochs und Pferd zogen den Pflug, gemäht wurde mit der Sense. Ein historischer Film von Herrn Rudolf Lehner gibt Ihnen Einblick in das bäuerliche Leben in St.Ilgen vor ungefähr 70 Jahren und wie sich das Landschaftsbild im Ilgnertal seit dieser Zeit verändert hat. Nehmen sie sich Zeit für den Besuch unserer Ausstellung, der Film dauert ungefähr 30 Minuten und ist wirklich sehenswert.



Die Ausstellung „Wasser Sein“ soll dem Besucher eine thematische „Wasserbegegnung“ ermöglichen und dadurch eine „Wasserbeachtung“ und „Wasserbesinnung“ erwecken.